Ein Tag in der Waldgruppe Heimbach

 

Ein wichtiger  „Begleiter“ bei all meinen Naturaktivitäten mit Kindern ist mein Rucksack. Abgesehen von einer Telefonliste der Eltern, einem Erste- Hilfe- Set und meinem Handy, befinden sich darin einfachste Materialien, um die Kinder bei ihrer selbsttätigen und aktiven Erkundung und Aneignung ihrer Lebensumwelt zu unterstützen. Darin befinden sich Schnitzmesser, Sägen und Handbohrer, kleine Mörtelbecher und Löffel, Lupen, ein Malkasten mit Pinsel, verschiedene Wollreste und Seile. Ein kompaktes Wald- Bestimmungsbuch und, je nach Anlass und Jahreszeit, ein Bilderbuch. Unterstützt werde ich von engagierten Kolleginnen und Eltern.

Die Waldgruppe Heimbach trift sich alle drei Wochen. Dabei ist der Ablauf immer gleich: Wir warten  am Waldrand von Heimbach, bis alle Kinder da sind. Dann gehen wir zum „kleinen“ Platz. Diesen haben sich die Kinder beim ersten Mal nach einer Erkundung des Geländes gemeinsam ausgesucht. Hier begrüßen wir uns mit einem Lied, ein Kind zählt alle Anwesenden und ergänzt die evtl. Fehlenden. Nun wird durch Abstimmen entschieden, wohin wir zum Spielen gehen. Dort angekommen, werden Stöcke gesucht und ein Materialplatz angelegt. Die Materialien werden dort ausgebreitet und von den Kindern gezählt. Es werden kurz die Regeln besprochen: Alle bleiben auf Hör- bzw. Sichtweite. Alle passen gut darauf auf, dass es ihnen und anderen gut geht. Wir gehen sorgsam mit den Tieren und Pflanzen um.

In einer kurzen Runde erzählen die Kinder dann, was sie machen wollen und was sie dafür brauchen. Jetzt können sich alle den Aktivitäten widmen, auf die sie Lust haben. Nach ungefähr einer Stunde meldet sich dann der Hunger. Wir setzen uns zusammen und essen. Dabei haben die Kinder das Angebot, eine Geschichte zu hören, bis jetzt immer angenommen. Nun ist weitere Zeit zum freien Spiel vorhanden.

Eine halbe Stunde vor dem Abholen wird gemeinsam aufgeräumt und die Materialien werden auf Vollständigkeit geprüft. In einer Abschlussrunde erzählen oder zeigen die Kinder was ihnen am meisten Spaß gemacht hat und was sie „doof“ fanden.

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